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Dorian Lekaj ist offiziell der beste Lehrabgänger als Gebäudetechnikplaner Heizung des vergangenen Jahres: An den Schweizermeisterschaften der Gebäudetechniker 2023 holte sich der junge Mann aus Neuhausen am Rheinfall die Goldmedaille – auch dank guter Nerven. Nun denkt der 20-Jährige bereits über eine Weiterbildung nach. Zunächst wird er aber im Haustechnikunternehmen seines Vaters mitarbeiten.
Dorian Lekaj: Die Anmeldungsunterlagen wurden zusammen mit dem Lehrabschlusszeugnis verschickt. Es reizte mich mitzumachen, weil ich mich gerne mit anderen messe; nicht, weil ich unbedingt der Beste sein möchte, sondern um zu sehen, was die anderen können und wo ich im Vergleich zu ihnen stehe.
Er war alles sehr professionell organisiert. Und im Vergleich zur Lehrabschlussprüfung waren die Aufgaben um einiges komplexer. Wir mussten die Heizung für ein mehrgeschossiges Bürogebäude von Grund auf planen und hatten dafür insgesamt nur 16 Stunden zur Verfügung. Ich kann mich in Prüfungssituationen zum Glück gut auf die Aufgaben konzentrieren. Das hat auch an den Schweizermeisterschaften, die im Rahmen der Olma und vor Publikum stattgefunden haben, funktioniert. Ich war so unter Druck, dass ich gar keine Zeit hatte, nervös zu werden oder mir Gedanken zu machen, ob meine Lösung nun gut oder schlecht ist. Nach der Abgabe konnte ich nicht einmal einschätzen, ob ich überhaupt unter die Top 5 kommen werde. Insgesamt war es ein einzigartiges Erlebnis, auch wegen des Kontakts, den man zu den anderen Teilnehmenden hat. Schade, dass es für uns Heizungsplaner keine Weltmeisterschaften gibt. Ich hätte mich gerne auch international gemessen.
Ehrlich gesagt, hatte ich mit 13, 14 Jahren, als ich mich während der Sekundarschule für eine Lehre entscheiden musste, noch keine Ahnung, was ich machen möchte. Die Berufswahl hat mich auch nicht gross interessiert. In dem Alter hatte ich anderes im Kopf, wollte lieber mit Kollegen draussen sein oder gamen. Meine Eltern haben mir dann zu einer Schnupperlehre bei einer Haustechnikfirma in Schaffhausen geraten. Und weil mein Vater in Neuhausen am Rheinfall eine eigene Haustechnikfirma betreibt, kannte ich die Branche schon. Der Arbeitsalltag eines Heizungsplaners und das Team in dem Betrieb haben mich sofort begeistert, und so habe ich auch gleich meine Lehre dort absolviert. Vor allem von meinem «Oberstift» habe ich viel profitiert: Er hatte Freude daran, mir etwas beizubringen, und war an manchen Themen, die ich der Berufsschule erarbeiten musste, näher dran als jemand, der seit 20 Jahren auf dem Beruf arbeitet.
Viel schnuppern, da sieht man gleich in den Arbeitsalltag hinein. Ich selbst habe zum Beispiel auch in einem Architekturbüro geschnuppert und gemerkt, dass da für mich zu wenig technische Herausforderung drinsteckt. Zudem sollte man sich genügend Zeit nehmen und sich Gedanken machen, was man gerne macht. Und wenn möglich den Rat der Eltern einholen. Die kennen einen ja meist am besten und wissen, was zu einem passt.
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